Malteser bieten erstmalig Letzte-Hilfe-Kurs an

Die Erste Hilfe ist in unserer Gesellschaft eine selbstverständliche Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger. Sie in Notsituationen zu leisten, ist eine Basis unseres Zusammenlebens und Ausdruck mitmenschlicher Solidarität. Doch wie ist es mit der Hilfeleistung, wenn Menschen ihren letzten Lebensweg gehen? „Dann sind viele Menschen erst einmal selbst hilflos und wissen nicht, was sie tun können“, sagt Conny Kehrbaum, Leiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Wiehl/Nümbrecht der Malteser.

Die Malteser haben daher ein neues Angebot geschaffen: Neben ihren bundesweiten Erste-Hilfe-Lehrgängen bieten sie nun auch Letzte-Hilfe-Kurse an.

In Wiehl findet dieser Kurs am Mittwoch, 25. April 2018, von 17.30 bis 21.30 Uhr statt. Anmeldung bis 20. April 2018 unter Tel. 02262 92010 oder per Mail.

In den Räumen der Malteser im Johannes-Hospiz Oberberg an der Tannhäuser Straße 29a in Wiehl erfahren die Teilnehmenden dabei, was wichtig und zu beachten ist, wenn ein Mensch stirbt. Vermittelt werden Basiswissen und Orientierung bei der Sterbebegleitung und Kommunikation. Themen sind unter anderem „Sterben als Teil des Lebens“, das Lindern von Leiden und das Abschiednehmen.

Menschen brauchen Zuwendung

„Wir alle können dazu beitragen, dass Sterben menschlich bleibt und unsere Gesellschaft von der Sorge umeinander zusammengehalten wird“, sagt Conny Kehrbaum. Kein Mensch müsse hilflos bleiben und könne anderen am Lebensende viel Gutes tun.

„Mit diesem Kurs möchten wir ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was alle Menschen am Ende des Lebens am meisten brauchen“, erklärt Conny Kehrbaum. Das Wissen um das Umsorgen schwerkranker und sterbender Menschen solle wieder zum Allgemeinwissen gehören.

Der Kurs Letzte Hilfe richtet sich an alle, die sich über die Themen rund um Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen. Die Moderation erfolgt durch zertifizierte Kursleiterinnen mit Erfahrung in der Hospiz- und Palliativversorgung. Für Materialkosten werden fünf Euro erhoben.

29.03.2018 - Wiehl